Das Wichtigste in Kürze
- Die mittlere Angebotsmiete für verfügbare Gastronomieflächen in Berlin liegt bei 25 €/m² (mittlere Hälfte: 20,50–27,40 €/m², Spanne 12–40 €/m²).
- Gesucht werden vor allem kleine Flächen: Die mittlere Wunschgröße der Gastro-Betreiber liegt bei rund 150 m², 61 % suchen höchstens 250 m².
- Angeboten werden vor allem größere Flächen: Die mittlere verfügbare Fläche liegt bei 315 m², nur ein Drittel des Angebots hat höchstens 250 m².
- Fazit: Kleine, gut geschnittene Gastroflächen (80–250 m²) sind in Berlin knapp. Große Flächen ab 500 m² brauchen ein passendes Konzept oder eine Teilung.
Datengrundlage
Grundlage sind die Gastronomieflächen und Suchprofile, die neospaces im Oktober 2026 in seiner Datenbank führt: 49 Gastronomieeinheiten in Berlin, davon 34 verfügbar oder bald verfügbar (21 sofort, 13 mit späterem Bezugstermin), sowie 33 aktive Suchprofile von Gastronomiebetreibern mit Fokus Berlin. Mietangaben liegen für 25 verfügbare Flächen vor. Es handelt sich um Angebotsmieten (Nettokaltmiete pro m² und Monat), nicht um Abschlussmieten. Einzelne Objekte und Betreiber werden nicht genannt.
Mieten: 25 €/m² als Mitte des Marktes
Die Hälfte der verfügbaren Flächen wird zwischen rund 20,50 und 27,40 €/m² angeboten, der Median liegt bei 25 €/m². Am unteren Ende stehen große Flächen in Randlagen oder in oberen Etagen (12–15 €/m²), am oberen Ende kleinere Erdgeschossflächen in innerstädtischen Lagen wie Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain und Neukölln (30–40 €/m²). Zwischen kleinen (bis 250 m²) und größeren Flächen gibt es beim Median kaum einen Unterschied: Beide liegen bei 25 €/m². Den Ausschlag geben Lage, Etage, Außenfläche und die vorhandene Technik (Abluft, Fettabscheider, Konzession).
Nachfrage: Viele kleine Konzepte
Die aktiven Suchen kommen überwiegend von Fast-Casual-, Café-, Bäckerei- und Eis-Konzepten. Typische Gesuche liegen bei 80–250 m². Nur rund jedes zehnte Gesuch beginnt erst bei 500 m², etwa für Vollgastronomie, Brauhäuser oder Eventflächen.
Das Missverhältnis
Zwei Drittel der verfügbaren Flächen sind größer als 250 m², aber knapp zwei Drittel der Gesuche liegen darunter. Daraus folgt:
- Für Betreiber kleiner Konzepte: Früh suchen, flexibel bei der Lage sein und Flächen mit vorhandener Gastro-Technik priorisieren. Gute kleine Flächen werden oft vermietet, bevor sie auf Portalen erscheinen.
- Für Eigentümer großer Flächen: Prüfen, ob sich die Fläche teilen lässt (z. B. zwei Einheiten mit eigener Außenfront), oder gezielt Betreiber mit großem Flächenbedarf ansprechen. Bei Etagen- oder Randlagen hilft ein realistischer Mietansatz.
Methodik
Ausgewertet wurden alle Berliner Gastronomieeinheiten (Nutzungsart Gastronomie) in der neospaces-Datenbank, Stand 17.10.2026. Verfügbar = sofort oder künftig frei. Mieten = Angebotsmiete netto kalt pro m² und Monat, sofern angegeben. Nachfrage = aktive Suchprofile der Nutzungsart Gastronomie mit Berlin im Namen; Wunschgröße = Mittelwert aus Mindest- und Maximalfläche. Die Auswertung wird quartalsweise aktualisiert.
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Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gastronomieeinheiten insgesamt | 49 |
| Verfügbar oder bald verfügbar | 34 |
| Sofort verfügbar | 21 |
| Späterer Bezugstermin | 13 |
| Flächen mit Mietangabe | 25 |
| Aktive Suchprofile | 33 |
| Median Angebotsmiete, netto kalt pro Monat | 25 €/m² |
| Mittlere Hälfte der Angebotsmieten | 20,50–27,40 €/m² |
| Spanne der Angebotsmieten | 12–40 €/m² |
| Mittlere Wunschgröße | 150 m² |
| Gesuche bis 250 m² | 61 % |
| Mittlere verfügbare Fläche | 315 m² |
| Angebot bis 250 m² | Ein Drittel |
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